Sensibel zu sein ist keine Schwäche, sondern eine kostbare Stärke!

Ernst Ferstl

Was bedeutet eigentlich Hochsensibilität?

„Ich habe jahrelang geglaubt, mit mir stimmt etwas nicht.“

Das ist die typische Aussage einer Hochsensiblen. 15 bis 20 % der Bevölkerung verfügen über diese Besonderheit.
Hochsensible sind anders.
Aufgrund einer speziellen neurologischen Schaltung im Gehirn, können sie besonders viele Reize wahrnehmen – positive wie negative. Das bedeutet, dass sie positive und negative Situationen sehr intensiv erleben. Das bringt auch Probleme mit sich. Sie sind sehr schnell reizüberflutet und ziehen sich dann in sich selbst zurück. Sie brauchen mehr „Oasen der Seele“, um sich zu erholen und die auf sie einstürmenden Reize zu verarbeiten. Das führt dazu, dass sie ihre besondere Fähigkeit als Belastung empfinden und darunter leiden, anstatt sie als große Chance zu begreifen.

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Das schreibt die Presse über Barbara:

Barbara Holler, eine Expertin im Bereich der Hochsensibilität, hilft mit ganzheitlicher Aufklärungsarbeit Müttern und Vätern eine eventuelle Hochsensibilität bei ihrem Kind festzustellen.

Durch ihre zahlreichen eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet, gibt sie den Eltern sehr viele praktische Tipps an die Hand, die sie sofort im Familienalltag umsetzen können.

Für die Eltern bedeutet das:

✔ Sie bekommen ein besseres Verständnis für das Kind.

✔ Reaktionen des Kindes werden besser verstanden.

✔ Das Kind kann viel gelassener und liebevoller unterstützt und gefördert werden.

✔ In einen aufgewühlten Familienalltag kehrt wieder Ruhe ein.

✔ Gespräche mit anderen Begleitpersonen, (Lehrern, Trainern, Erziehern) können selbstbewusster geführt werden.

✔ Auf eventuelle Besonderheit des Kindes kann besser Rücksicht genommen werden.

Durch die Hilfe der Eltern lernt das Kind mit seiner Hochsensibilität in verschiedenen Situation gut umzugehen und diese wertvolle Gabe liebevoll anzunehmen.

Sagt jemand von sich „Ich bin hochsensibel“, wird das oft von anderen simpel als „Ich bin sehr sensibel“ verstanden und vielleicht sogar belächelt. Über die Begrifflichkeit Hochsensibilität, ihre neurologischen Besonderheiten, Hintergründe und Chancen ist in der Allgemeinheit wenig bekannt.

Forschung

Elaine N. Aron, die amerikanische Psychotherapeutin, war eine der ersten, die sich näher mit dem Thema beschäftigte, und sie leistete dabei Pionierarbeit. 1996 veröffentlichte sie erste Ergebnisse aus ihren eigenen umfangreichen Forschungen, in die sie auch die Erfahrungen aus ihrer eigenen therapeutischen Praxis einbezog.  Andere Therapeuten folgten ihrem Beispiel.

In den letzten Jahren konzentrierte sich Aron vor allem auf hochsensible Menschen in Beratung und Therapie. Irritationen, die aus der Hochsensibilität resultieren, werden in der therapeutischen Praxis oft mit mentalen Störungen verwechselt, z. B. mit sozialen Phobien, Depressionen bis hin zu autistischen Störungen .

Hochsensibilität zeigt sich normalerweise schon im Kindesalter. Hochsensible Kinder sind in der Regel gefühlsmäßig empfindsam („Sensibelchen“), zurückhaltend und beteiligen sich nur bedingt an den „wilden Spielen“ ihrer nicht sensiblen Artgenossen. Sie sind sehr vorsichtig und beobachten erst sehr genau, bevor sie sich auf Menschen und Situationen einlassen. Das wird ihnen häufig als Feigheit angekreidet, obwohl es einfach ein genaues Abwägen aller Aspekte einer Situation ist, bevor sie sich hineinbegeben – eine Fähigkeit, die sie auch im Erwachsenenalter beibehalten.

Literatur

  • Aron, Elaine N.: Sind Sie hochsensibel? mvg Verlag, München
  • Aron, Elaine N.: „Hochsensible Menschen in der Psychotherapie“, Junfermann Verlag, Paderborn
  • Sellin, Rolf: Wenn die Haut zu dünn ist: Hochsensibilität – vom Manko zum Plus, Kösel Verlag, München
  • Parlow, Georg: Zart besaitet: Selbstverständnis, Selbstachtung und Selbsthilfe für hochsensible Menschen, Festland Verlag, Wien