Kommunikation

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Redet ihr gerne miteinander? Also nicht nur darüber, wer einkaufen geht oder die Kinder zum Sport fährt. Sondern richtig ehrlich über euch und eure Gefühle und Träume und Wünsche?

Two Talk – die neue Art als Paar zu sprechen!

Lt. Studien spricht ein deutsches Paar im Durchschnitt Pro Tag 2 Minuten über sich selbst. In der Presse wurde diese Studie häufig falsch zitiert, als ob ein Paar überhaupt nur noch 2 Minuten miteinander redet. Das stimmt natürlich nicht; es geht um das „wesentliche” Sprechen, bei dem jeder selbst, die Beziehungsprobleme und das Miteinander in der Beziehung zum Thema gemacht wird.

Als Gegenmittel gegen diese Beziehungsprobleme empfehle ich den Two Talk” eine Gesprächsform, der sich bei meinen Klienten wunderbar bewährt. Es ist eine Unterhaltung nach einfachen, aber festen Regeln. Beide Partner verpflichten sich gegenseitig, diese Regeln einzuhalten.

Warum Zwiegespräche so gut tun
Jedes Paar, lebt in einer doppelten Wirklichkeit – in der eigenen und in der des Partners. Wenn jeder die Wirklichkeit des anderen kennen lernt, wird die Partnerschaft bereichert. Wenn jeder aber den anderen davon überzeugen möchte, die eigene Wirklichkeit sei die bessere, entstehen Beziehungsprobleme und die Beziehung geht innerlich zu Ende. Daher lautet die wichtigste Voraussetzung des Zwiegesprächs: vollständige Gleichberechtigung der beiden Wirklichkeiten.

In Two Talk lernt ihr 5 große Wahrheiten:

  1. „Ich bin nicht du“

    Ihr lernt, dass ihr euch gegenseitig viel weniger kennt, als ihr ahnt. In einer länger dauernden Beziehung behauptet ständig ein Partner etwas über den anderen. Ich nenne das „den anderen kolonialisieren” oder „Paar-Rassismus”: Jeder ist heimlich überzeugt, irgendwie doch der Bessere von beiden zu sein. Ein ehrliches Zwiegespräch macht damit Schluss.
  2. „Wir sind 2 Hälften einer Beziehung”
    Ihr lernt, euch nicht als 2 unabhängige Individuen aufzufassen, sondern als ein Paar, dessen Unterbewusstes schon längst zusammenspielt. Die unangenehmsten Eigenschaften deines Partners, seine Geheimnisse vor dir – all das gehört zu euch beiden. Ihr könnt die Beziehungsprobleme nicht auf den anderen abschieben. Diese Einsicht revolutioniert den Paaralltag. Denn es gibt keinen Boden mehr für Vorwürfe und Selbstvorwürfe, weil beide am Verhalten eines jeden mit beteiligt sind.
  3. „Dass wir miteinander reden, macht uns zu Menschen”

    Ihr lernt, dass ihr bestenfalls euch selbst, nicht aber den anderen ändern könnt, auch wenn ihres ununterbrochen versucht. Und ihr lernt, dass ihr beim Miteinander reden nicht nur eine Beziehung zum anderen, sondern auch zu euch selbst aufnehmt.
  4. „Wir erzählen uns Bilder”

    Ihr lernt, anstelle von „Ich finde dich toll” konkrete Szenen zu benutzen: „Heute früh sah ich dich, wie du auf dem Rad mit leicht wehendem Rock um die Ecke kamst und das Sonnenlicht in deine Haare geleuchtet hat. Da fand ich dich ganz wundervoll du selbst.”
Oder als ich dir zugeschaut habe, wie du mit unserem Kind Mathe geübt hast, war ich unglaublich stolz auf dich.
  5. „Für meine Gefühle bin ich selbst verantwortlich”

    Ihr lernt, eure Gefühle als Handlungen eures Unbewussten zu verstehen – und nicht zu meinen, Gefühle kämen schicksalhaft über euch oder würden von außen gemacht. Ihr lern, Gefühle klarer auszudrücken und souveräner mit ihnen umzugehen, z. B. indem ihr sich nicht von jedem Gefühlsimpuls bestimmen lassen.

Und wenn ein Two Talk mal schief läuft?

Gebt deswegen nicht auf. Two Talks optimieren sich selbst. Falls ein Gespräch einmal miserabel ausfallen sollte, wird das nächste automatisch besser. Two Talks wirken über sich hinaus; auch die anderen Gespräche im Alltag werden wesentlicher und offener.

Regeln für Two Talk

Feste Zeit
Vereinbart pro Woche einen Termin und einen Ersatztermin (falls beim 1. etwas dazwischenkommt), an dem ihr ungestört „allein zu zweit” 60 – 90 Minuten lang miteinander sprechen können.

Fester Ablauf
Setzt euch gegenüber, denn das Wesentliche wird optisch übermittelt, nicht über die Sprache. Schaltet Störungen aus (Telefon, Computer, Hintergrundmusik, Fernsehen). Kürzt das Gespräch nicht ab und verlängern es auch nicht.

Fester Wechsel
Für Two Talk benötigt ihr eine Uhr. 15 Minuten spricht der eine, dann 15 Minuten der andere. Wer zuhört, stellt keine Fragen, nicht einmal Verständnisfragen.

Festes Thema
Jeder erzählt, was ihn derzeit am meisten bewegt. Jeder bleibt bei sich selbst als Thema. Wenn er über den anderen spricht (was natürlich erlaubt ist), dann nicht wertend, sondern er schildert seine eigenen Empfindungen im Blick auf den Partner. Das ist der Unterschied zu Streitgesprächen in der „Beziehungskiste”, in denen jeder dem anderen weismachen will, wie er wirklich sei.

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Warum Loben so wichtig für eine Beziehung ist und wie du es lernen kannst.

Ich höre, was du sagst, aber ich weiß nicht was du meinst!

Während die meisten Frauen liebend gern ein Schwätzchen halten, ist Reden für viele Männer nur notwendiges Übel.
Wie du deinen Liebsten trotzdem verstehst – und er dich.
Wenn sich zwei Frauen verabreden, steht das Programm meist von vornherein fest: quatschen, quatschen und nochmal quatschen. Nach
eingehender Betrachtung aktueller Job-Problematiken wird die gegenseitige Lebensanalyse auf die Themen Freunde, Familie, Freizeit
und Männer ausgeweitet.
Wenn sich zwei Männer treffen, tauschen sie kurz die größten Neuigkeiten aus (“Ich hab’ einen neuen Job und meine Freundin ist
schwanger” – “Oh, gratuliere!”). Anschließend sitzen sie beieinander, trinken in stiller Eintracht Bier oder besuchen gemeinsam ein Konzert,
dessen Lautstärke ein Gespräch sowieso unmöglich machen würde.

Angeborene und anerzogene Sprachmuster
Klingt nach Klischee? Stimmt – aber es hat einen wahren Kern: Sprachforscher haben herausgefunden, dass Männer und Frauen
verschiedene Sprachmuster besitzen. Ihre Gehirne unterscheiden sich in der Struktur der Sprachzentren, Hormone sorgen zusätzlich für
Unterschiede in punkto Kommunikation.
Natürlich ist ein Teil der Sprachnutzung auch anerzogen. Mädchen werden meist von klein auf ermutigt, aktiv über ihre Gefühle zu sprechen, Jungs wird ein passives Kommunikationsverhalten zugestanden. Folge: Viele Männer teilen sich nur dann mit, wenn es überlebenswichtig wird.
Treffen nun Männlein und Weiblein aufeinander, kann es Probleme geben.

So klappt’s mit dem gegenseitigen Verständnis:

Tipps für Frauen

1. Er versteht nur klare Handlungsanweisungen
Sie möchten, dass er ihnen ein Buch aus dem Wohnzimmer bringt? Drücken Sie sich deutlich aus. Der Satz “Schatz, gehst du bitte ins Wohnzimmer und bringst mir das Buch, das dort liegt?” hat eine wesentliche höhere Erfolgsquote als “Ach, ich hätte jetzt Lust zu lesen, aber ich komme grad’ gar nicht aus dem Sessel hoch…“

2. Er sieht keinen Sinn in Beziehungsgesprächen
Sie sagen: “Liebling, wie findest du uns so als Paar?”. Er denkt: “O je, wenn wir über unsere Beziehung reden müssen, steht es nicht gut darum. Sie will mich verlassen.” Kleiner Trost, falls Sie es einfach nicht schaffen, eine verbale Liebeserklärung aus ihm herauszukitzeln: Er liebt sie. Sonst wäre er erstens nicht mehr  da und würde Ihnen zweitens nicht regelmäßig den Abfluss reparieren.

3. Er redet nur, wenn etwas passieren soll
Vielleicht haben Sie das schon einmal erlebt: Ein Typ beleidigt einen anderen, kurz darauf fliegen die Fäuste. Ein Mann, der sich die Mühe
macht, jemanden direkt anzusprechen (in diesem Fall anzupöbeln), hat eine klare Intention: Action! Heißt umgekehrt: Sobald Sie einem Mann sagen, dass er einen schönen Pulli trägt, glaubt er, sie wollten ihn ins Bett kriegen. Schließlich würde er sich auch nicht ohne Hintergedanken die Mühe machen, Ihre neue Frisur zu loben…

Tipps für Männer

1. Sie will eine ganz bestimmte Antwort
Frauen sind Meisterinnen darin, positive Aussagen aus ihren Mitmenschen herauszukitzeln. Sagt sie: “Ach, ich glaube, ich hab’ zugenommen”, sollten Sie auf keinen Fall antworten: “Kann sein, aber macht doch nichts!” Besser liegen Sie mit: “Auf keinen Fall, deine Figur ist noch genauso toll wie vor fünf Jahren.” Wetten, dass sie anschließend nett zu Ihnen sein wird?

2. Sie formuliert verschlüsselt
Frauen sind Fans von indirekten Fragen und versteckter Kritik. Die Frage “Glaubst du, dass wir es heute Abend schaffen, pünktlich bei Claudia und Jens zu sein?” enthält mehrere Aussagen:

1. Wegen dir kommen wir meist zu spät zu unseren Verabredungen.
2. Ich möchte dich nicht angreifen, aber sagen muss ich das jetzt einfach mal
3. Ich würde es sehr begrüßen, wenn du heute Abend mal rechtzeitig nach Hause kommen würdest.
Tipp: Antworten Sie nicht mit ja oder nein, sondern stellen Sie Ihre Liebste zufrieden, indem Sie Engagement zeigen und beteuern: “Ich weiß, dass du oft auch mich warten musst, aber heute werde ich rechtzeitig heim kommen.”

3. Sie will mit Kommunikation die Beziehung pflegen
Frauen haben gelernt, dass zwischenmenschliche Beziehungen auf Gesprächen basieren. Während es Männern schon reicht, eine Person körperlich anwesend zu wissen, um sich ihrer Zuneigung sicher zu sein, suchen Frauen den Beweis dafür in der Kommunikation. Deshalb: Hören Sie sich ihre Erzählungen vom Tag geduldig an, gehen Sie auf sie ein, erzählen Sie etwas von sich. So umgehen Sie auch, schon wieder über Ihre Beziehung reden zu müssen…

Wiederkehrende Aufgabe:

Wochengespräch!

Macht euch am Beginn des Kurses einen festen Tag aus, an dem ihr über die Übungen/ Tests/ Erkenntnisse aus dem Kurs sprecht.
Es langen 15 -30 Minuten.
Diese Gespräche ersetzen nicht den Two Talk, der im Modul “Kommunikation” aufgeführt werden.

Verständnisprobleme! 😉