Selbstliebe

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3 Regeln und 3 Übungen für mehr Selbstliebe!

Wer sich selbst nicht liebt, der wird auch nie jemand anderen lieben können!

Oder andersrum gesagt:
Wenn du dich selber total liebst, dich selber total gern hast, dann bist du selber voller Lebensenergie und Liebe und willst diese natürlich auch mit deinen Mitmenschen teilen.

Um aber an diesen Punkt zu kommen, musst du erst einmal anfangen, dich selber zu lieben. Und wie genau das geht, zeige ich dir in diesem Modul.

Aber was ist eigentlich Selbstliebe?

Klären wir zunächst, was Selbstliebe nicht ist:

Sie ist weder Egoismus, noch Selbstverliebtheit, Eitelkeit oder Narzissmus. Jemand, der von sich selbst glaubt, er habe einen höheren Wert und sei etwas besseres als seine Mitmenschen, liebt nicht sich selbst.
Diese Persönlichkeitsmerkmale werden meist durch Angst, falsche Vorstellungen und negative Gefühle wie Neid und Hass hervorgerufen.
Diese Gefühle wurzeln meist in dem Wunsch, vom Umfeld respektiert zu werden und zu einer Gruppe zu gehören.
Leider hat unsere Gesellschaft sich in eine Richtung entwickelt, die den Konkurrenzkampf untereinander fördert. Leistung und Wettbewerb bestärken Egoismus und versuchen uns die Zeit zu stehlen und verhindern, dass wir uns auf uns selbst und höhere Werte konzentrieren können.

Was bedeutet es, sich selbst zu lieben?
Es bedeutet, das eigene Ich mit all seinen Stärken, Schwächen und Fehlern zu akzeptieren. Ein Mensch, der sich selbst liebt, verdrängt seine Ängste und Fehler nicht, verzichtet aber auf harte Selbstkritik und nutzt seine Selbsterkenntnis, um mit Geduld zu wachsen und sich konstant weiterzuentwickeln. Sich selbst zu lieben, bedeutet loslassen, Angst durch Mut zu ersetzen und tolerant gegenüber sich selbst zu werden.
Es bedeutet Freiheit, Lebensfreude, Nächstenliebe und Glück. Selbstliebe kann auch gesunder Egoismus genannt werden. Sie wirkt sich aber nicht zum Nachteil anderer aus. Ganz im Gegenteil: Sich selbst liebende Menschen bereichern ihr Umfeld oft durch positive Impulse.

9 tolle Tipps für mehr Selbstliebe im Alltag!

Wie Du lernst, dich selbst zu lieben!

Stell dir vor, du hast einen guten Freund. Du kennst ihn schon seit dem Kindergarten, bist mit ihm zusammen in die Schule gegangen und teilst deinen Freundeskreis mit ihm. Ihr habt viel zusammen erlebt: Schöne Momente und Erfolge, aber auch Trennungen, Schmerz und Leid. Nichts kann euch entzweien und wann immer er deine Hilfe braucht, bist du für ihn da, bietest Unterstützung und wärmende Worte. Auch lässt er dich nie im Stich und reicht dir die Hand, um dir nach einem Sturz aufzuhelfen. Ihr ermutigt euch gegenseitig, eure Träume und Wünsche zu erfüllen.
Natürlich hat dein Freund auch Fehler und Schwächen, aber würdest du ihn deswegen ständig kritisieren? Würdest du im vorhalten, er sei faul, weil er keine Überstunden macht? Würdest du ihm sagen, er sei ein Egoist, wenn er sich manchmal Zeit für sich nimmt? Würdest du denken, er sei ein schlechter Mensch, weil er übergewichtig ist und nicht gut rechnen kann? Würde er dir deshalb weniger bedeuten? Nein, sicherlich nicht.

Du würdest ihm wahrscheinlich helfen, an seinen Schwächen zu arbeiten. Du würdest ihn ermutigen, mit sich selbst zufrieden zu sein und sich zu akzeptieren. Und du würdest ihn für Fortschritte loben, seien sie noch so klein.
Doch warum sind wir oft so hart zu uns selbst? Warum kritisieren wir uns, gönnen uns wenig Freiheit, machen uns selbst Angst und reden unsere Erfolge klein? Wahrscheinlich ist es unsere moderne Wettbewerbsgesellschaft in Verbindung mit evolutionären Aspekten. Das ist unnötig: Denn wir können auch wachsen und gedeihen, wenn wir uns selbst akzeptieren und lieben.

Sich selbst zu lieben, bedeutet also vor allem, sich selbst ein guter Freund zu sein und das eigene Ich zu achten und respektieren.

Erst wenn wir die Liebe zu uns selbst spüren, sind wir in der Lage,
andere Menschen in unser Herz zu lassen!

Finde mit unserem Selbstliebe-Test heraus,
wie groß deine Zuneigung zu dir selbst ist.

Die 9-Kuh-Frau

Es waren einmal zwei Freunde, die sich einen Traum erfüllen wollten, nämlich mit einer kleinen Segelyacht die Erde zu umsegeln. Sie starteten guten Mutes und alles lief sehr gut. Von Zeit zu Zeit liefen sie Häfen oder kleinere Inseln an, um Wasser und Lebensmittel aufzunehmen. Als sie bereits viele Wochen unterwegs waren, kamen sie zu einem Eingeborenenstamm. Der Empfang und die Gastfreundschaft waren so großartig, dass die beiden entschieden, ein paar Tage Pause einzulegen und zu bleiben. Einer der beiden Freunde wurde auf eine Frau aufmerksam und konnte seine Augen nicht von ihr abwenden. Schnell war klar, dass die Sympathie beidseitig war. Der Mann hatte nur noch die Frau im Kopf und schwärmte seinem Freund vor wie attraktiv und strahlend sei sei, und dass er nie eine schönere Frau gesehen hätte – er war völlig verrückt von Liebe. Sein Freund versuchte ihn auch auf andere, noch schönere und strahlendere Frauen aufmerksam zu machen, aber nichts funktionierte und schließlich beschloss der Verliebte dieser Frau einen Heiratsantrag zu machen. Nun war es bei dem Eingeborenenstamm üblich, den Häuptling um die Hand einer Frau aus dem Stamm zu bitten und den Brautpreis festzulegen. Je nach den Qualitäten der Frau (Aussehen, Kochkünste, Wissen im Bereich Heilung, Fähigkeiten bei der Jagd, gebärfreudiges Becken, etc. …) bewegte sich der Brautpreis zwischen einer Kuh für eine Frau mit wenig Qualitäten und 9 Kühen für eine Frau mit maximalen Qualitäten – der perfekten Frau schlechthin. Noch nie hatte es in der Stammesgeschichte diesen Brautpreis für eine Frau gegeben. Obwohl noch nie ein Fremder in den Stamm eingeheiratet hatte, willigte der Häuptling in die Hochzeit ein und legte den Brautpreis auf drei Kühe fest. Da sagte der Bräutigam: “Wie, nur drei Kühe, schau’ dir diese Frau doch an. Sie ist auf jeden Fall 9 Kühe wert. Ich zahle 9 Kühe.” Das irritierte den Häuptling und er erklärte, weshalb die Frau nur 3 Kühe wert sei. “Sie gehört nicht zu den schönsten im Dorf. Ihr Jagdgeschick lässt sehr zu wünschen übrig und sie kann weder gut kochen noch ist sie sehr ordentlich.” Doch der Werber blieb stur und sagte: “Ich zahle 9 Kühe.” Der Häuptling war noch nie mit einer derartigen Situation konfrontiert gewesen und berief den Ältestenrat ein. Nach langen Diskussionen beschloss dieser, dass der Mann die 9 Kühe bezahlen darf. Die Hochzeit war ein rauschendes Fest und am Tag danach segelte der Freund weiter mit dem Versprechen, nach ein paar Jahren wieder zu Besuch zu kommen.

Wie versprochen, legte fünf Jahre später eine Yacht am Steg des kleinen Dorfes an und der Mann, der von Bord ging, war ganz aufgeregt seinen Freund wieder zu treffen. Die erste Frau, die er sah, war eine unglaublich attraktive Frau, mit einem kleinen Kind auf dem Arm. So strahlend und schön, viel attraktiver als jede andere Frau, die er je zuvor gesehen hatte. Vor lauter Erfurcht traute er sich gar nicht, sie anzusprechen. Er fand seinen Freund, der ihn unter Jubel willkommen hieß und ihm ein köstliches Essen vorsetzte. So gut hatte der Weltreisende noch nie gegessen. Das Fleisch war zart. Die Hütte war wohnlich eingerichtet, stilvoll und versprühte eine heimelige Atmosphäre. Der Freund erzählte, dass seine Frau die Königin der Jägerinnen sei und bald sein zweites Kind gebären würde. “Du hast sie ja schon gesehen”, sagte der Freund “unten am Steg.” “Das war nicht deine Frau”, sagte der Segler. “Die Frau dort unten war die schönste Frau, die ich je gesehen habe.” Und während er das sagte, kam sie zur Hütte und er erkannte sie voller Staunen. “Was um alles in der Welt ist der Grund, dass du dich so radikal verändert hast?”, fragte er sie. Sie lächelte ihr liebreizendes Lächeln und antwortete: “Mein Mann hat 9 Kühe für mich bezahlt und behandelte mich jeden Tag unseres gemeinsamen Lebens so großartig, wie es nur eine 9-Kuh-Frau verdient. Also konnte ich gar nicht anders, als mich in eine 9-Kuh-Frau zu verwandeln. Genau in die Frau, die er immer in mir gesehen hatte.”

Eine Geschichte über die Vollkommenheit in der Unvollkommenheit!

Wiederkehrende Aufgabe:

Wochengespräch!

Macht euch am Beginn des Kurses einen festen Tag aus, an dem ihr über die Übungen/ Tests/ Erkenntnisse aus dem Kurs sprecht.
Es langen 15 -30 Minuten.
Diese Gespräche ersetzen nicht die Paar-Zwiegespräche, die im Modul “Kommunikation” aufgeführt werden.